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Source: http://www.saadv.com.au/saadv-pressreports03d.html.
Last updated:
04.09.2008,
06:32
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Bei Artikeln der Printmedien wurden die Hyperlinks nachträglich ergänzt. |
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Anerkennung für Verdienste um deutsche Gemeinde |
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Adelaide –
„Ihre außergewöhnliche Arbeit hat erneut Anerkennung
gefunden“, betont Thomas Kessler, deutscher Generalkonsul
zu Melbourne, und heftet Dr. Ian Harmstorf im Namen des deutschen Bundespräsidenten
Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande an das Revers. Dieser
Orden ist die höchste Auszeichnung, die von der Bundesrepublik
Deutschland an Einzelpersonen verliehen werden kann. Harmstorf ist Historiker und
Präsident des Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Vereins (SAADV) in Adelaide.
„Es ist eine große Ehre, diesen Orden zu empfangen“, sagt Harmstorf,
sichtlich gerührt, im Robert Homburg Raum des Vereinshauses, wo rund
30 geladene Gäste der Verleihung beiwohnen. Unter ihnen der Vorsitzende des
South Australian Multicultural Affairs Committee, Hieu Van Le, sowie der
deutsche Honorarkonsul zu Adelaide, James Porter. „Über lange Jahre hat es Deutschen
und Deutschstämmigen viel Mühe gekostet, nach den beiden Weltkriegen die
Anerkennung in der Gesellschaft Südaustraliens zu finden, die ihnen
zusteht, und der deutschen Gemeinde, ihren Platz, der ihr in einem multikulturellen
Südaustralien rechtmäßig zusteht, einzunehmen. Nun haben wir das
gesetzte Ziel erreicht“, sagt Harmstorf stolz.
Harmstorf wird mit dem Bundesverdienstkreuz für seine Leistungen in der
geschichtlichen Aufarbeitung und Bewahrung des Erbes der deutschen
Einwanderung in Südaustralien geehrt. Diese Auszeichnung würdigt
auch seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in diesem Zusammenhang. „Ich nehme
diese Auszeichnung jetzt in Vertretung all derjenigen entgegen, die der deutschen
Gemeinde geholfen haben, dieses Ziel zu erreichen. Ich fühle mich sehr
geehrt“, sagt Harmstorf, der auch Träger der Medal of the Order of Australia
(OAM) ist. Nach seiner Dankesrede wurde er von Gratulanten und vielen langjährigen
Weggefährten umringt.
Jörg Valentin
DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 50/2007,
Dienstag, 11. Dezember 2007, S. 8 |
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Die WOCHE in Australien:
121 Jahre SAADV |
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Volles Programm beim 121. Stiftungsfest des SAADV in Adelaide |
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Adelaide – Sein 121. Stiftungsfest beging der
Süd-Australische Allgemeine Deutsche Verein (SAADV) mit vierstündigem Programm:
Zur Vereinsgeschichte gab es eine von Präsident Dr Ian Harmstorf OAM
moderierte Hauspräsentation, die den Bogen von den Anfängen bis zum Heute
spannte, gefolgt vom traditionellen Anschnitt der Jubiläumstorte,
zur Unterhaltung der rund siebzig Gäste spielte eingangs die
Akkordeongruppe „Elite“
und tanzten anschließend der Deutsche Volkstanzkreis und der Bund
der Bayern, und zur Beköstigung wurde zunächst eine wohlschmeckende
Eintopfsuppe gereicht und dann ein Stück der Jubiläumstorte.
Olaf Konstantin Krueger
DIE WOCHE in Australien, 50. Jg.,
Nr. 34/2007,
Dienstag, 21. August 2007, S. 10
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[003] 20070812 |
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[004] 20070812 |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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121. Stiftungsfête. |
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Die Woche in Australien:
„Die Brücke“ mit neuem Vorstand |
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Der neue Vorstand der „Brücke“ (v.l.n.r.): Günter Schramm,
Sekretär (Concordia Club Sydney), Hans Oscar Baecker, Schatzmeister
(Deutscher Schulverein Sydney), Dr Ian Harmstorf OAM, Vizepräsident
(Süd-Australischer Allgemeiner Deutscher Verein), Josef Wendelberger,
Präsident (Österreichischer Club Sydney, Forestville), Edmund Reichmann,
Vizepräsident (Tivoli Club Melbourne), Dieter Mittasch (German Choral
Society of Australia, Victoria), Jeff W. Myrach J.P., Komiteemitglied
(German Austrian Society of Australia, Cabramatta); nicht im Foto:
Kurt Hermann, Komiteemitglied (Germania Newcastle).*
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Dachorganisation „Die Brücke“ wählt neuen Vorstand
Sekretär Schramm: „Die zweite und dritte Generation gewinnen“ |
English Version. |
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Adelaide – „Wir wollen jetzt
‚Die Brücke‘ wieder dahin bringen, wo sie einmal war“,
erklärt Sekretär Günter Schramm: Mit der Neuwahl
des Vorstands der Dachorganisation aller
deutschsprachigen Klubs in Australien und Neuseeland und der
Ausrichtung auf die Belange der zweiten und dritten Generation
soll dem zunehmenden Bedeutungsverlust entgegengewirkt werden.
Das Generationenproblem zu bewältigen ist besonders für
Vizepräsident und Historiker Dr Ian Harmstorf OAM „die
zentrale Frage“. Harmstorf ist zugleich Präsident des größten
Mitgliedsklubs, dem Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Verein (SAADV), in
dessen Adelaider Klubhaus die Neuwahl des Brücke-Vorstands stattfand.
Er verspricht sich von einem koordinierten Ideenaustausch zwischen den Klubs eine
Lösung, wie die zweite und dritte Generation an der Pflege des
kulturellen Erbes interessiert werden könne. „Jeder Klub muss
seine eigene Lösung finden, doch durch den Gedankenaustausch zwischen den Klubs
kann der Generationenwechsel sicherlich besser gelingen.“
Mit der Wahl von Josef Wendelberger, zugleich Präsident des Österreichischen
Clubs Sydney, Forestville, zum neuen Vorsitzenden der Brücke werde die Problematik
nun aktiv angegangen.
Wendelberger, in der 42-jährigen Geschichte der Brücke von bislang acht
Vorsitzenden der dritte aus einem österreichischen Klub, möchte
entsprechend „das Zusammengehörigkeitsgefühl
der Klubs wieder stärken“ und wird mit Stippvisiten Präsenz zeigen.
Renate Mayer, sieben Jahre Vorstandsmitglied der Brücke und Ehrenmitglied
des SAADV, kennt noch genau Anfänge und Blütezeit der
Dachorganisation. Sie selbst ist nach einer
fünfjährigen Zwischenstation in London 1956 nach Australien
ausgewandert, war seitdem jedoch 21 Mal wieder in Deutschland und
unternahm mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann, Klaus Mayer OAM, zweimal eine
Weltreise. Ihr Mann war 1965 auch Gründungsmitglied der Brücke und von
1980 bis 1987 deren Vorsitzender. Für sein Engagement erhielt er das
Bundesverdienstkreuz erster Klasse. „Gründungszweck dieser
großartigen Einrichtung war, die gegenseitige Verständigung der
deutschsprachigen Klubs in Australien und Neuseeland zu fördern,
einer Inselmentalität vorzubeugen und finanzielle Vergünstigungen für
die Mitgliedsklubs zu erwirken.“
Die zumeist gut gestellten Präsidenten kannten sich in den 1980er-Jahren
„alle persönlich, waren freundschaftlich in einem Netzwerk verbunden.“
Regelmäßige gegenseitige Besuche festigten die Verbundenheit und die jedes
zweite Jahr stattfindenden Sport- und Volkstanzfeste waren
Attraktionen. Durch die Brücke wurde sogar die Gründung des
Deutsch-Kanadischen Kongresses (DKK) angestoßen. Doch in den 1990er-Jahren
überschritt die Brücke ihren Zenit: „Der Geist, der
Enthusiasmus, die Einigkeit, das Geld fehlten“, erklärt Mayer.
„Manche Klubs verhoben sich finanziell, die Brücke geriet ins Hintertreffen
und wir verloren die Kindergeneration“. Heute stelle sich deshalb die Zukunftsfrage
mit Nachdruck.
Allerdings zeigten inzwischen vermehrt die Kindeskinder Interesse an
ihrer Herkunft. Entsprechend gelte es laut Schramm nun, die Situation zu
stabilisieren und sich auf die „Belange der jungen
Generation“ einzurichten. So werde der neue Vorstand unter
anderem, dem Beispiel des SAADV folgend, schon in Kürze mit einer umfangreichen
Website online gehen. Auch die Kommunikation schließe dann die neuen Medien mit
ein. Insgesamt kann sich die Brücke über 6170 Mitglieder freuen.
Olaf Konstantin Krueger
DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 34/2007,
Dienstag, 21. August 2007, S. 9
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Die Woche in Australien:
In Adelaide, da steht ein Hofbräuhaus |
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„Alpen Echo“ und „Bund der Bayern“ entzücken
im „Hofbräuhaus“ des SAADV.
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In Adelaide, da steht ein Hofbräuhaus |
English Version. |
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Adelaide – Zwischen den Großveranstaltungen
„Schützenfest“ im Januar und
„Oktoberfest“ im
Oktober gab es beim Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Verein (SAADV) jetzt
erstmals auch ein „Hofbräuhaus“. Die Veranstaltung des
„Bundes der Bayern“
bot im zünftig dekorierten Deutschen Klub Unterhaltung vom Feinsten:
Tanzdarbietungen und Floor Shows,
Maßkrugstemmen
für Frauen und Männer sowie eine Tombola mit vielen Preisen – alles
moderiert vom „Ehrenbayern“ Dieter Fabig. Zwischendurch unterhielt die
„Jägermeisterband“ die 200 Gäste mit Tanzmusik. Besonders begehrt
war neben australischem auch deutsches Bier mit Bockwürstchen und Sauerkraut. Bei
so viel „German Gemütlichkeit“ ließ sich dann auch mit australischer
Zunge leicht singen: „So schön ist’s (nur) im Hofbräuhaus“!
Olaf Konstantin Krueger
DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 33/2007,
Dienstag, 14. August 2007, S. 10
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Hofbräuhaus. |
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Hofbräuhaus. |
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Hofbräuhaus. |
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Hofbräuhaus. |
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Hofbräuhaus. |
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Polonaise durch den Hauptsaal des SAADV nach
der Kür der Adelaider Weinprinzessin 2007.
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Winzerfest im Deutschen Klub Adelaide |
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Adelaide – Versprochen, Wort gehalten: Auch
beim diesjährigen feucht-fröhlichen Winzerfest der „Carnival Association
of South Australia“ wurden unter viel Jubel drei Männer zu Weinprinzessinnen
gekürt. Mit einem Minirock allerdings stach nach Punkten Jerry Niessen seine
härtesten Konkurrenten Ries Kramer (2.) und Eric Groves (3.) klar aus.
Rosi Beckers, quirlige Vorsitzende der
„Adelaider Jungs“,
hat damit die Bühnenshow von 2006 noch getoppt
(die WOCHE berichtete).
Mit einem Winzerfest wird im Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Verein
(SAADV) alljährlich der Beginn der Weinproduktion gefeiert. Musik, Tanz, Tombola,
Weinproben und die Kür einer Weinprinzessin gehören traditionell dazu.
Veranstaltet wird das Fest von der einzigen karnevalistischen Vereinigung
Adelaides, der „Carnival Association“. Diese besteht aus den deutschen
„Adelaider Jungs“ und den niederländischen „Raddraaiers“.
Gesponsort wird das Fest von Virgara Wines, der bekanntesten Winery der Adelaide
Plains, welche für ihre farb- und geschmacksintensiven
Weine bekannt ist. Ob Riesling, Chardonnay, Sangiovese Rosé oder Shiraz: „Wein
ist eine Kunst“, erklären Alistair MacPherson und Tony Virgara bei den
Weinproben. Virgara Wines stellt nicht nur die Weine für den Deutschen
Klub und das Adelaider
Schützenfest, sondern
auch die Preise fürs Winzerfest. Und so überreichte denn auch Armin
Rehwein von den „Adelaider Jungs“ alias Bacchus, der römische
Gott der Fruchtbarkeit und des Weins, den diesjährigen erstplatzierten
„Weinprinzessinnen“ für ihre
Kostüme erstklassigen Weißwein und Rotwein aus der Region.
Olaf Konstantin Krueger
DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 30/2007,
Dienstag, 24. Juli 2007, S. 9
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[003] 20070721 |
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Winzerfest. |
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Joke Thoren, „Raddraaiers“. |
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Armin Rehwein alias Bacchus. |
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Joke Thoren, Armin Rehwein, Peter Schmidt. |
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[008] 20070721* |
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Präsentation der Kandidaten. |
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Rosi Beckers, Ries Kramer, Armin Rehwein. |
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Armin Rehwein, Jerry Niessen. |
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Bühnenauftritt: „Bacchus“ mit allen Kandidaten. |
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Die WOCHE in Australien:
Wandergruppe feiert 500. Wanderung |
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Neunzig Mitglieder und Freunde der Wandergruppe des SAADV nahmen
an der Feier der 500. Wanderung teil.*
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Ministerin für Tourismus übermittelt Glückwünsche
Wandergruppe des SAADV feiert 500. Wanderung |
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Adelaide – Bewegung, Naturnähe,
Geselligkeit – dafür begeistert sich die
Wandergruppe
des Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Vereins (SAADV). Mit ihren
Brückenbauten am Heysen Trail hat sie sich Ansehen erworben. Im Belair
National Park feierte sie nun mit Freunden ihre 500. Wanderung. Den gewohnten
Ausflügen in die Natur folgte am Karka Pavilion eine vierstündige
gemütliche Feier. Trotz winterlicher Kältegrade
wurde den Enthusiasten bei heimatlicher Musik, warmem Mittagessen
sowie Kaffee und Kuchen schnell Warm ums Herz.
Dem Startschuss des Gründers Wilfried Rueweler am 20. Januar 1991
folgten 25 Enthusiasten: Die 13 Kilometer lange Wanderung
führte an diesem 28 Grad warmen, schwülen Sommertag am Torrens River
entlang. Mehr als 16 Jahre und 1000 Kilometer später
freut es Rueweler, heute Vorsitzender der Australian Friends of Nature, daß
die Gruppe – nun unter Leitung von Christel Kranich und ihren
Stellvertretern Helmut Petrikowski und Werner Pohl –
weiterhin aktiv ist.
Über hundert Mitglieder, zumeist zwischen 60 und 90 Jahre jung, zählen
derzeit die „Buschwanderer“ des SAADV. Sie bewandern im 14-tägigen
Zyklus sonntags Conservation Parks, Recreation Parks oder Abschnitte des
Heysen Trails. Zehn Wanderführer sind zuständig für
Streckenfestlegung und Orientierung im Gelände. Noch unbekannte Wanderwege
werden vorher begangen. Kartenmaterial, manchmal auch GPS-Empfänger und
Satellitentelefon, helfen bei der Positionsbestimmung.
Unter drei Schwierigkeitsgraden können die Teilnehmenden dann entsprechend
ihrer Kondition wählen: Die A-Gruppe bewältigt schwierige Gelände
zwischen elf und 15 Kilometer Länge, die B-Gruppe bewandert mittlere Strecken
zwischen acht bis zwölf Kilometer, die C-Gruppe leichte Wege zwischen sechs
bis acht Kilometer. Anschließend treffen sich alle wieder zum
gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

„Man sieht so viel, ist in bester Gesellschaft und spricht Deutsch“,
freut sich Wanderführer Georg Tebeck. Mit ihren Wanderungen und
mehrtägigen Wandercamps zweimal jährlich kam die Gruppe im Norden bereits
bis in die Flinders Ranges, im Süden bis nach Apollo Bay, im Osten bis nach
Bright und im Westen bis nach Marion Bay und York Peninsula. Besonders die Kameradschaft
in den Camps stellt für Wanderführer Werner Bartjes ein hohes
Gut dar.
Wichtiges Motiv ist stets die Naturnähe – oder wie Horst Pommerenke sagt:
„die Freude an der Schönheit der australischen Natur, die mit der Zeit noch
zunimmt“. Selbst das Wetter während des Streifzugs durch den Belair National
Park – frische zehn Grad, bewölkter Himmel, gelegentlicher Niederschlag
– gehört dazu. Naturfreunde wie Erich Reuschle, Hobbyfarmer
und Imker, geben auch sachkundig Auskunft über Gewächse, ihren Ursprung
sowie lateinischen Namen. Akazien, Buchen, Eichen, Linden, Platanen, Ulmen und
gelegentlich ein Känguru oder Koala – das lässt Wolfgang Schulze,
Buschwanderer der ersten Stunde sagen: „Wandern ist das Schönste“.
So wird auf der Feier der 500. Wanderung wieder ein Neumitglied begrüßt:
Colette Petrikowski.
Im Namen der Südaustralischen Regierung übermitteln die Ministerin für
Tourismus, The Honorable Dr. Jane Lomax-Smith, sowie der Trails Officer des Department
for Environment and Heritage, Bronte Leak, Glückwünsche. Dabei bedankt sich
Leak ausdrücklich für die Jahre währende exzellente Sicherung eines
20 Kilometer langen Wanderabschnitts des Heysen Trail südöstlich von
Myponga zwischen Moon Hill und Hindmarsh Tiers Road. Durch
Brückenbauten hat
sich hier die Gruppe, insbesondere Hermann Schmidt, Ansehen erworben
(die WOCHE berichtete).
Wie Schmidt haben sich einige der Buschwanderer zum Ziel gesetzt, den gesamten
Heysen Trail zu bewandern. Entlegene Pfade werden per Bus erreicht oder durch
einwöchige Camps bewandert. Die Hälfte ist bereits geschafft. Immerhin
reicht der gesamte Wanderweg 1200 Kilometer weit, von Cape Jervis im Süden
bis Parachilna Gorge zwischen Blinman und Parachilna im Norden. Namenspatron Sir Hans
Heysen (1877—1968) war gebürtiger Hamburger. Dessen Familie wanderte
1883 mit ihm nach Südaustralien aus, wo er als Landschaftsmaler berühmt
wurde und in Hahndorf seine letzte Ruhestätte fand. Ins Hahndorf Oval führt
denn auch die nächste Wanderung Ende Juli.
Rund neunzig Mitglieder und Freunde freuen sich schließlich, als
Christel Kranich und Herbert Goels die Jubiläumstorte anschneiden.
Jeder erhält ein Stück der Köstlichkeit. Und auch an diesem Tag
macht der Dreiklang aus Bewegung, Naturnähe und Geselligkeit wieder
das Besondere an der Wandergruppe aus.
Olaf Konstantin Krueger
DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 30/2007,
Dienstag, 24. Juli 2007, S. 9
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