South Australian German Association
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Source: http://www.saadv.com.au/saadv-pressreports03d.html.

Last updated: 04.09.2008, 06:32

     

Overview: Press Reports 2007 (Extract)

 

 

 

1.

 

Bundesverdienstkreuz an Dr. Ian Harmstorf OAM

11.12.2007

2.

 

121 Jahre SAADV: Stiftungsfest mit vollem Programm

21.08.2007

3.

 

Dachorganisation „Die Brücke“ wählt neuen Vorstand

21.08.2007

4.

 

SAADV: In Adelaide, da steht ein Hofbräuhaus

14.08.2007

5.

 

SAADV: Gaudi beim 2007er Winzerfest

22.07.2007

6.

 

SAADV: Wandergruppe feiert 500. Wanderung

18.07.2007

7.

 

30 Jahre „Deutsche Stimme in Südaustralien“

17.07.2007

8.

 

28.000 Besucher beim 110. deutschen Schützenfest

23.01.2007

9.

 

Adelaide begeht 110. deutsches Schützenfest

09.01.2007

10.

 

SAADV richtet wieder Hochzeitsfeier aus

09.01.2007

Bei Artikeln der Printmedien wurden die Hyperlinks nachträglich ergänzt.

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Die WOCHE in Australien: Bundesverdienstkreuz an Dr. Harmstorf

 

 

Anerkennung für Verdienste um deutsche Gemeinde

English Version.  

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Photo: Zoom inAdelaide – „Ihre außergewöhnliche Arbeit hat erneut An­er­ken­nung gefunden“, be­tont Thomas Kessler, deutscher Ge­ne­ral­kon­sul zu Melbourne, und heftet Dr. Ian Harmstorf im Namen des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler das Bundes­ver­dienst­kreuz am Bande an das Revers. Dieser Orden ist die höch­ste Aus­zeich­nung, die von der Bundesrepublik Deutschland an Einzelpersonen verliehen werden kann. Harmstorf ist Historiker und Präsident des Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Vereins (SAADV) in Adelaide.

„Es ist eine große Ehre, diesen Orden zu empfangen“, sagt Harmstorf, sichtlich ge­rührt, im Robert Homburg Raum des Vereinshauses, wo rund 30 geladene Gäste der Verleihung beiwohnen. Unter ihnen der Vorsitzende des South Australian Multicul­tu­ral Affairs Committee, Hieu Van Le, sowie der deutsche Honorarkonsul zu Adelaide, James Porter. „Über lange Jahre hat es Deutschen und Deutschstämmigen viel Mühe gekostet, nach den beiden Weltkriegen die Anerkennung in der Gesellschaft Süd­aus­tra­liens zu finden, die ihnen zusteht, und der deutschen Gemeinde, ihren Platz, der ihr in einem multikulturellen Südaustralien rechtmäßig zusteht, einzunehmen. Nun haben wir das gesetzte Ziel erreicht“, sagt Harmstorf stolz.

Harmstorf wird mit dem Bundesverdienstkreuz für seine Leistungen in der ge­schicht­li­chen Aufarbeitung und Bewahrung des Erbes der deutschen Einwanderung in Süd­aus­tra­lien geehrt. Diese Auszeichnung würdigt auch seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in diesem Zusammenhang. „Ich nehme diese Auszeichnung jetzt in Ver­tre­tung all derjenigen entgegen, die der deutschen Gemeinde geholfen haben, die­ses Ziel zu erreichen. Ich fühle mich sehr geehrt“, sagt Harmstorf, der auch Träger der Medal of the Order of Australia (OAM) ist. Nach seiner Dankesrede wurde er von Gratulanten und vielen langjährigen Weggefährten umringt.

Jörg Valentin

DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 50/2007, Dienstag, 11. Dezember 2007, S. 8

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Die WOCHE in Australien: 121 Jahre SAADV

 

 

Volles Programm beim 121. Stiftungsfest des SAADV in Adelaide

English Version.  

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Adelaide – Sein 121. Stiftungsfest beging der Süd-Australische Allgemeine Deutsche Verein (SAADV) mit vierstündigem Programm: Zur Ver­einsgeschichte gab es eine von Präsident Dr Ian Harmstorf OAM moderierte Hauspräsentation, die den Bogen von den Anfängen bis zum Heute spannte, gefolgt vom traditionellen Anschnitt der Ju­bi­läums­tor­te, zur Unterhaltung der rund siebzig Gäste spielte eingangs die Akkor­de­on­gruppe „Elite“ und tanzten anschließend der Deutsche Volkstanzkreis und der Bund der Bayern, und zur Beköstigung wurde zunächst eine wohl­schmecken­de Eintopfsuppe gereicht und dann ein Stück der Jubiläumstorte.

Olaf Konstantin Krueger

DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 34/2007, Dienstag, 21. August 2007, S. 10

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The images in this section are free of charge when referenced, for example, by citing "Photo: Name". Please provide an author’s copy or the link to the site where the image is used. Images with an * have been published.

Die Fotos dieser Rubrik sind nur dann "free of charge", wenn sie bei Verwertung mit einer Quellenangabe versehen werden, z. B. „Foto: Name“. Belegexemplar und/oder Linkangabe erbeten. Fotos mit * haben Eingang gefunden in eine Publikation.

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Die Woche in Australien: „Die Brücke“ mit neuem Vorstand

 

 

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Der neue Vorstand der „Brücke“ (v.l.n.r.): Günter Schramm, Sekretär (Concordia Club Sydney), Hans Oscar Baecker, Schatzmeister (Deutscher Schulverein Sydney), Dr Ian Harmstorf OAM, Vizepräsident (Süd-Australischer Allgemeiner Deutscher Verein), Josef Wendelberger, Präsident (Österreichischer Club Sydney, Forestville), Edmund Reich­mann, Vizepräsident (Tivoli Club Melbourne), Dieter Mittasch (German Choral Society of Australia, Victoria), Jeff W. Myrach J.P., Komiteemitglied (German Austrian Society of Australia, Cabramatta); nicht im Foto: Kurt Hermann, Komiteemitglied (Germania Newcastle).*

 

Dachorganisation „Die Brücke“ wählt neuen Vorstand

Sekretär Schramm: „Die zweite und dritte Generation gewinnen“

English Version.  

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Adelaide – „Wir wollen jetzt ‚Die Brücke‘ wieder dahin bringen, wo sie einmal war“, er­klärt Se­kre­tär Günter Schramm: Mit der Neuwahl des Vor­stands der Dach­or­ga­ni­sa­tion aller deutsch­spra­chi­gen Klubs in Australien und Neuseeland und der Aus­rich­tung auf die Belange der zweiten und drit­ten Generation soll dem zunehmenden Be­deu­tungs­ver­lust entgegengewirkt werden.

Das Generationenproblem zu bewältigen ist be­son­ders für Vizepräsident und Hi­sto­riker Dr Ian Harms­torf OAM „die zentrale Frage“. Harmstorf ist zugleich Präsident des größten Mitgliedsklubs, dem Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Verein (SAADV), in dessen Adelaider Klubhaus die Neu­wahl des Brücke-Vorstands statt­fand. Er verspricht sich von einem koordinierten Ideenaustausch zwi­schen den Klubs eine Lösung, wie die zweite und dritte Generation an der Pflege des kul­tu­rel­len Erbes interessiert werden könne. „Jeder Klub muss seine eigene Lösung finden, doch durch den Gedankenaustausch zwischen den Klubs kann der Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel sicherlich besser gelingen.“ Mit der Wahl von Josef Wendelberger, zugleich Präsident des Österreichischen Clubs Sydney, Forestville, zum neuen Vorsitzenden der Brücke werde die Problematik nun aktiv angegangen.

Wendelberger, in der 42-jährigen Geschichte der Brücke von bislang acht Vor­sit­zen­den der dritte aus einem österreichischen Klub, möchte ent­spre­chend „das Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl der Klubs wieder stärken“ und wird mit Stippvisiten Präsenz zeigen.

Renate Mayer, sieben Jahre Vorstandsmitglied der Brücke und Ehrenmitglied des SAADV, kennt noch genau Anfänge und Blütezeit der Dach­or­ga­ni­sa­tion. Sie selbst ist nach einer fünfjährigen Zwi­schen­sta­tion in London 1956 nach Australien aus­ge­wan­dert, war seitdem jedoch 21 Mal wieder in Deutschland und unternahm mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann, Klaus Mayer OAM, zweimal eine Weltreise. Ihr Mann war 1965 auch Grün­dungsmitglied der Brücke und von 1980 bis 1987 deren Vor­sit­zen­der. Für sein Engagement erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. „Grün­dungszweck dieser großartigen Einrichtung war, die gegenseitige Ver­stän­di­gung der deutsch­spra­chi­gen Klubs in Australien und Neuseeland zu fördern, einer Inselmentalität vorzubeugen und finanzielle Vergünstigungen für die Mitgliedsklubs zu erwirken.“

Die zumeist gut gestellten Präsidenten kannten sich in den 1980er-Jahren „alle persönlich, waren freundschaftlich in einem Netzwerk verbunden.“ Regelmäßige gegenseitige Besuche festigten die Verbundenheit und die jedes zweite Jahr statt­fin­denden Sport- und Volkstanzfeste waren At­trak­tio­nen. Durch die Brücke wurde sogar die Gründung des Deutsch-Kanadischen Kongresses (DKK) an­gestoßen. Doch in den 1990er-Jahren überschritt die Brücke ihren Zenit: „Der Geist, der En­thu­sias­mus, die Einigkeit, das Geld fehlten“, erklärt Mayer. „Manche Klubs verhoben sich finanziell, die Brücke geriet ins Hintertreffen und wir verloren die Kindergeneration“. Heute stelle sich deshalb die Zukunftsfrage mit Nachdruck.

Allerdings zeigten inzwischen vermehrt die Kin­des­kin­der Interesse an ihrer Her­kunft. Entsprechend gelte es laut Schramm nun, die Situation zu sta­bi­lisieren und sich auf die „Belange der jungen Ge­ne­ra­tion“ einzurichten. So werde der neue Vor­stand unter anderem, dem Beispiel des SAADV folgend, schon in Kürze mit einer umfangreichen Website online gehen. Auch die Kommunikation schließe dann die neuen Medien mit ein. Ins­ge­samt kann sich die Brücke über 6170 Mitglieder freuen.

Olaf Konstantin Krueger

DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 34/2007, Dienstag, 21. August 2007, S. 9

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Die Woche in Australien: In Adelaide, da steht ein Hofbräuhaus

 

 

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„Alpen Echo“ und „Bund der Bayern“ entzücken im „Hofbräuhaus“ des SAADV.

 

In Adelaide, da steht ein Hofbräuhaus

English Version.  

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Adelaide – Zwischen den Großveranstaltungen „Schützenfest“ im Januar und „Ok­to­ber­fest“ im Oktober gab es beim Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Verein (SAADV) jetzt erstmals auch ein „Hofbräuhaus“. Die Veranstaltung des „Bun­des der Bayern“ bot im zünftig dekorierten Deutschen Klub Unterhaltung vom Fein­sten: Tanzdarbietungen und Floor Shows, Maßkrugstemmen für Frauen und Männer sowie eine Tombola mit vielen Preisen – alles moderiert vom „Ehrenbayern“ Dieter Fabig. Zwischendurch unterhielt die „Jägermeisterband“ die 200 Gäste mit Tanz­mu­sik. Besonders begehrt war neben australischem auch deutsches Bier mit Bock­würst­chen und Sauerkraut. Bei so viel „German Gemütlichkeit“ ließ sich dann auch mit australischer Zunge leicht singen: „So schön ist’s (nur) im Hofbräuhaus“!

Olaf Konstantin Krueger

DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 33/2007, Dienstag, 14. August 2007, S. 10

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Die Woche in Australien: „Winzerfest“ 2007

 

 

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Polonaise durch den Hauptsaal des SAADV nach der Kür der Adelaider Weinprinzessin 2007.

 

Winzerfest im Deutschen Klub Adelaide

English Version.  

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Adelaide – Versprochen, Wort gehalten: Auch beim diesjährigen feucht-fröhlichen Winzerfest der „Carnival Association of South Australia“ wurden unter viel Jubel drei Männer zu Weinprinzessinnen gekürt. Mit einem Minirock allerdings stach nach Punk­ten Jerry Niessen seine härtesten Konkurrenten Ries Kramer (2.) und Eric Groves (3.) klar aus. Rosi Beckers, quirlige Vorsitzende der „Adelaider Jungs“, hat damit die Bühnenshow von 2006 noch getoppt (die WOCHE berichtete).

Mit einem Winzerfest wird im Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Verein (SAADV) alljährlich der Beginn der Weinproduktion gefeiert. Musik, Tanz, Tombola, Weinproben und die Kür einer Weinprinzessin gehören traditionell dazu. Ver­an­stal­tet wird das Fest von der einzigen karnevalistischen Vereinigung Adelaides, der „Carnival Association“. Diese besteht aus den deutschen „Adelaider Jungs“ und den niederländischen „Raddraaiers“. Gesponsort wird das Fest von Virgara Wines, der bekanntesten Winery der Adelaide Plains, welche für ihre farb- und ge­schmacks­in­ten­si­ven Weine bekannt ist. Ob Riesling, Chardonnay, Sangiovese Rosé oder Shiraz: „Wein ist eine Kunst“, erklären Alistair MacPherson und Tony Virgara bei den Wein­proben. Virgara Wines stellt nicht nur die Weine für den Deutschen Klub und das Adelaider Schützenfest, sondern auch die Preise fürs Winzerfest. Und so überreichte denn auch Armin Rehwein von den „Adelaider Jungs“ alias Bacchus, der römische Gott der Fruchtbarkeit und des Weins, den diesjährigen erstplatzierten „Wein­prin­zes­sin­nen“ für ihre Kostüme erstklassigen Weißwein und Rotwein aus der Region.

Olaf Konstantin Krueger

DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 30/2007, Dienstag, 24. Juli 2007, S. 9

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Winzerfest.

Joke Thoren, „Raddraaiers“.

Armin Rehwein alias Bacchus.

Joke Thoren, Armin Rehwein, Peter Schmidt.

       

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Präsentation der Kandidaten.

Rosi Beckers, Ries Kramer, Armin Rehwein.

Armin Rehwein, Jerry Niessen.

Bühnenauftritt: „Bacchus“ mit allen Kandidaten.

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Die WOCHE in Australien: Wandergruppe feiert 500. Wanderung

 

 

Photo: Zoom in

Neunzig Mitglieder und Freunde der Wandergruppe des SAADV nahmen an der Feier der 500. Wanderung teil.*

 

Ministerin für Tourismus übermittelt Glückwünsche

Wandergruppe des SAADV feiert 500. Wanderung

English Version.  

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Adelaide – Bewegung, Naturnähe, Geselligkeit – dafür begeistert sich die Wan­der­grup­pe des Süd-Australischen Allgemeinen Deutschen Vereins (SAADV). Mit ihren Brückenbauten am Heysen Trail hat sie sich Ansehen erworben. Im Belair National Park feierte sie nun mit Freunden ihre 500. Wanderung. Den gewohnten Ausflügen in die Natur folgte am Karka Pavilion eine vierstündige gemütliche Feier. Trotz win­ter­li­cher Kältegrade wurde den Enthusiasten bei heimatlicher Musik, warmem Mit­tag­es­sen sowie Kaffee und Kuchen schnell Warm ums Herz.

Dem Startschuss des Gründers Wilfried Rueweler am 20. Januar 1991 folgten 25 En­thu­siasten: Die 13 Kilometer lange Wanderung führte an diesem 28 Grad warmen, schwülen Sommertag am Torrens River entlang. Mehr als 16 Jahre und 1000 Ki­lo­me­ter später freut es Rueweler, heute Vorsitzender der Australian Friends of Nature, daß die Gruppe – nun unter Leitung von Christel Kranich und ihren Stell­ver­tre­tern Helmut Petrikowski und Werner Pohl – weiterhin aktiv ist.

Über hundert Mitglieder, zumeist zwischen 60 und 90 Jahre jung, zählen derzeit die „Buschwanderer“ des SAADV. Sie bewandern im 14-tägigen Zyklus sonntags Con­serv­ation Parks, Recreation Parks oder Abschnitte des Heysen Trails. Zehn Wan­der­füh­rer sind zuständig für Streckenfestlegung und Orientierung im Gelände. Noch unbekannte Wanderwege werden vorher begangen. Kartenmaterial, manchmal auch GPS-Empfänger und Satellitentelefon, helfen bei der Positionsbestimmung.

Unter drei Schwierigkeitsgraden können die Teilnehmenden dann entsprechend ihrer Kondition wählen: Die A-Gruppe bewältigt schwierige Gelände zwischen elf und 15 Kilometer Länge, die B-Gruppe bewandert mittlere Strecken zwischen acht bis zwölf Kilometer, die C-Gruppe leichte Wege zwischen sechs bis acht Kilometer. An­schließend treffen sich alle wieder zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

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„Man sieht so viel, ist in bester Gesellschaft und spricht Deutsch“, freut sich Wan­der­füh­rer Georg Tebeck. Mit ihren Wanderungen und mehrtägigen Wandercamps zweimal jährlich kam die Gruppe im Norden bereits bis in die Flinders Ranges, im Süden bis nach Apollo Bay, im Osten bis nach Bright und im Westen bis nach Marion Bay und York Peninsula. Besonders die Kameradschaft in den Camps stellt für Wan­der­füh­rer Werner Bartjes ein hohes Gut dar.

Wichtiges Motiv ist stets die Naturnähe – oder wie Horst Pommerenke sagt: „die Freude an der Schönheit der australischen Natur, die mit der Zeit noch zunimmt“. Selbst das Wetter während des Streifzugs durch den Belair National Park – frische zehn Grad, bewölkter Himmel, gelegentlicher Niederschlag – gehört dazu. Na­tur­freun­de wie Erich Reuschle, Hobbyfarmer und Imker, geben auch sachkundig Aus­kunft über Gewächse, ihren Ursprung sowie lateinischen Namen. Akazien, Buchen, Eichen, Linden, Platanen, Ulmen und gelegentlich ein Känguru oder Koala – das lässt Wolfgang Schulze, Buschwanderer der ersten Stunde sagen: „Wandern ist das Schönste“. So wird auf der Feier der 500. Wanderung wieder ein Neumitglied be­grüßt: Colette Petrikowski.

Im Namen der Südaustralischen Regierung übermitteln die Ministerin für Tourismus, The Honorable Dr. Jane Lomax-Smith, sowie der Trails Officer des Department for Environment and Heritage, Bronte Leak, Glückwünsche. Dabei bedankt sich Leak ausdrücklich für die Jahre währende exzellente Sicherung eines 20 Kilometer langen Wanderabschnitts des Heysen Trail südöstlich von Myponga zwischen Moon Hill und Hindmarsh Tiers Road. Durch Brückenbauten hat sich hier die Gruppe, insbesondere Hermann Schmidt, Ansehen erworben (die WOCHE berichtete).

Wie Schmidt haben sich einige der Buschwanderer zum Ziel gesetzt, den gesamten Heysen Trail zu bewandern. Entlegene Pfade werden per Bus erreicht oder durch einwöchige Camps bewandert. Die Hälfte ist bereits geschafft. Immerhin reicht der gesamte Wanderweg 1200 Kilometer weit, von Cape Jervis im Süden bis Parachilna Gorge zwischen Blinman und Parachilna im Norden. Namenspatron Sir Hans Heysen (1877—1968) war gebürtiger Hamburger. Dessen Familie wanderte 1883 mit ihm nach Südaustralien aus, wo er als Landschaftsmaler berühmt wurde und in Hahndorf seine letzte Ruhestätte fand. Ins Hahndorf Oval führt denn auch die nächste Wanderung Ende Juli.

Rund neunzig Mitglieder und Freunde freuen sich schließlich, als Christel Kranich und Herbert Goels die Jubiläumstorte anschneiden. Jeder erhält ein Stück der Köst­lich­keit. Und auch an diesem Tag macht der Dreiklang aus Bewegung, Naturnähe und Geselligkeit wieder das Besondere an der Wandergruppe aus.

Olaf Konstantin Krueger

DIE WOCHE in Australien, 50. Jg., Nr. 30/2007, Dienstag, 24. Juli 2007, S. 9

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